Das Bild zeigt eine bunte Grafik, die den Unterschied und das Zusammenspiel von UI und UX visualisieren soll. Die Basis für die Grafik ist eine Art Smartphone, aus dem dann verschiedene Grafiken 3D-artig herausspringen.

10 Prinzipien für gutes HMI-Design

Was ein gutes HMI wirklich ausmacht

Die zehn BUSSE HMI-Prinzipien sind an die Interaktionsgrundsätze der DIN EN ISO 9241-110 und die ergonomischen Grundsätze für physikalische Eingabegeräte der DIN EN ISO 9241-400 angelehnt.

Da wir Bedienkonzepte als Zusammenspiel aus Hardware und Software verstehen, verbinden wir die Anforderungen beider Normenteile mit etablierten Usability-Heuristiken und unserer Projekterfahrung im Maschinen- und Anlagenbau. Daraus entstand ein praxisnahes Bewertungsmodell für das gesamte Bedienkonzept, von der digitalen Benutzeroberfläche bis zu Touchscreens, Tasten, Joysticks und weiteren physischen Bedienelementen.

Die zehn Prinzipien bilden zugleich die Grundlage, auf der wir Bedienkonzepte im HMI Expert Review bewerten.

Zehn Prinzipien, an denen wir Bedienkonzepte messen, verständlich erklärt und mit Beispielen aus der Praxis.

1. Angemessenheit

Angelehnt an DIN EN ISO 9241-110
Das System ist auf die tatsächlichen Aufgaben, Nutzergruppen und Umgebungsbedingungen zugeschnitten, statt alle technisch verfügbaren Funktionen gleichermaßen anzuzeigen.

Beispiel: Servicetechniker:innen benötigen andere Funktionen als Bedienende im täglichen Betrieb. Zeigt die Oberfläche beiden Gruppen dieselbe Komplexität, wird sie für mindestens eine Gruppe unnötig unübersichtlich.

2. Selbstbeschreibungsfähigkeit

Angelehnt an DIN EN ISO 9241-110
Bedienende erkennen jederzeit, in welchem Zustand sich das System befindet, welche Aktionen möglich sind und was als Nächstes zu tun ist.

Beispiel: Ein Alarmtext, der nur einen Fehlercode anzeigt, zwingt zum Nachschlagen im Handbuch. Eine verständliche Meldung mit konkreter Handlungsanweisung spart Zeit und kann Supportanfragen reduzieren.

3. Erwartungskonformität

Angelehnt an DIN EN ISO 9241-110
Das System verhält sich konsistent und entspricht etablierten Bedienmustern. Eine einmal erlernte Bedienlogik funktioniert auch an anderen Stellen des Systems.

Beispiel: Führt eine Wischbewegung nach links in einem Menü zurück, sollte dieselbe Geste an vergleichbaren Stellen nicht plötzlich eine andere Aktion auslösen.

4. Wirklichkeitsbezug

Ergänzt für industrielle Bedienkontexte
Begriffe, Strukturen und Abläufe orientieren sich an der Sprache der Bedienenden sowie an der tatsächlichen Maschine oder Anlage, nicht an der internen Systemarchitektur.

Beispiel: „Förderband 3“ ist für Bedienende meist verständlicher als „Modul B / Sektion 12“. Das HMI sollte die reale Anlage abbilden, nicht das technische Systemschema.

5. Fehlervermeidung

Angelehnt an DIN EN ISO 9241-110
Das System beugt kritischen Fehlbedienungen vor, begrenzt mögliche Folgen und unterstützt bei der Fehlerbehebung, statt Fehler lediglich zu melden.

Beispiel: Liegt eine Aktion zum Zurücksetzen direkt neben der Hauptaktion, kann sie insbesondere bei der Bedienung mit Handschuhen versehentlich ausgelöst werden. Räumliche Trennung und eine eindeutige Bestätigung helfen, unbeabsichtigten Datenverlust zu vermeiden.

6. Normen & Standards

Ergänzt um branchen- und produktspezifische Anforderungen
Das Bedienkonzept berücksichtigt die für das jeweilige Produkt und dessen Einsatzgebiet relevanten Normen, regulatorischen Anforderungen, Richtlinien und etablierten Konventionen.

Beispiel: Für Medizinprodukte kann die IEC 62366-1 Anforderungen an den Usability-Engineering-Prozess stellen. Welche Vorgaben für ein konkretes HMI relevant sind, hängt von Produkt, Branche, Anwendung und Nutzungskontext ab.

7. Lernförderlichkeit

Angelehnt an DIN EN ISO 9241-110
Das System unterstützt neue Bedienende dabei, sich schnell zu orientieren und häufige Aufgaben sicher zu erlernen. Konsistente Strukturen und bedarfsgerechte Hilfen reduzieren den erforderlichen Lernaufwand.

Beispiel: Ein klar geführter Einstieg, einheitliche Bedienmuster und verständliche Bezeichnungen erleichtern die Einarbeitung, insbesondere bei wechselndem Personal.

8. Individualisierbarkeit

Angelehnt an DIN EN ISO 9241-110
Die Bedienung lässt sich, wo sinnvoll, an unterschiedliche Rollen, Aufgaben und Erfahrungsstufen anpassen, ohne Konsistenz oder Sicherheit zu beeinträchtigen.

Beispiel: Erfahrene Bedienende profitieren von schnellen Direktzugriffen, während neue Bedienende stärker geführte Abläufe benötigen. Rollenbasierte Ansichten können beide Anforderungen innerhalb eines gemeinsamen Bedienkonzepts unterstützen.

9. Fokus

Ergänzt um branchen- und produktspezifische Anforderungen
Das HMI priorisiert relevante Informationen und lenkt die Aufmerksamkeit auch unter Zeitdruck gezielt auf die aktuelle Aufgabe.

Beispiel: Bei einem Einsatzfahrzeug müssen sicherheitsrelevante Zustände und erforderliche Handlungen klar im Vordergrund stehen. Nebeninformationen dürfen die Aufmerksamkeit nicht von der aktuellen Aufgabe ablenken.

10. Bedienkomfort

Angelehnt an ISO 9241-400
Bedienelemente sind so gestaltet und angeordnet, dass sie auch unter realen Einsatzbedingungen sicher und zuverlässig genutzt werden können, etwa mit Handschuhen, bei Bewegung oder unter Vibration.

Beispiel: Touchflächen, die unter ruhigen Bedingungen problemlos funktionieren, können auf einer vibrierenden Baumaschine schwer zuverlässig zu treffen sein. Solche Nutzungssituationen können wir unter anderem mit unserem Motion Table untersuchen.

Finden Sie heraus, wo Ihr HMI steht

Prüfen Sie Ihr Bedienkonzept zunächst mit unserem kurzen Selbstcheck oder lassen Sie es im HMI Expert Review fundiert durch unsere UX-Expert:innen bewerten.

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Ihr Ansprechpartner
Evamaria Plehn, Head of Industrial UX & HMI Design
Evamaria Plehn

Unsere Kompetenz wird nicht nur durch 400+ Auszeichnungen belegt, sondern auch durch die Begeisterung unserer Kunden.

Industrial DesignProduct Engineering

Calistair

„Besonders begeistert waren wir von der Spielfreude und der technischen Kreativität der Busse-Mitarbeiter. Die Atmosphäre im Projekt war geprägt von professioneller Lockerheit und großer Agilität. Wir haben in 4 Monaten aus einer Idee ein fertiges Produkt gemacht!“

Industrial DesignProduct Engineering

Thyssenkrupp

„BUSSE bietet als erfahrener Design-Partner alles aus einer Hand. Kreative Design-Lösungen, Prototyping bis hin zu Kleinserienfertigung und UX-Design für Software. Die Lösungsansätze und Methoden bis zur Umsetzung führen stets zu einem den Anforderungen perfekt entsprechenden Ergebnis.“

Industrial DesignProduct EngineeringPrototyping

Sigel

„Die Zusammenarbeit mit dem gesamten Projektteam war stets zielgerichtet, konstruktiv und angenehm in der Kommunikation. Die Anforderungen an Funktion und Sicherheit stets im Blick, haben Herr Timm und sein Projektteam verstanden, worauf es uns in der Produktentwicklung ebenfalls ankommt: Can-Do-Mentalität, agiles Mindset sowie Flexibilität und Effizienz in allen Projektlagen."

Industrial UX/HMI Design

Prinoth

„BUSSE ist unser Design-Game-Changer für Pistenfahrzeuge! Ihr UI/UX Team hebt nicht nur Icons und Layout, sondern das gesamte Benutzererlebnis auf ein neues Level. Klare Bedienung macht jede Fahrt zum Vergnügen. Von der Entwicklung bis zur Serienproduktion zuverlässig an unserer Seite. Ihr Interface, basierend auf präziser Produktforschung, vereinfacht die Bedienung. Flexibel, vorausschauend und zuverlässig – BUSSE ist unser Zufriedenheitsgarant!"

Industrial Design

Mikron

„Mit der Firma BUSSE als Sparringspartner konnten wir erfolgreich für unsere neuesten Produkte ein markenprägendes und zielgruppengerechtes Design ausarbeiten. BUSSE hat dabei bestens unsere internen Unternehmensabläufe verstanden und konnte somit optimale Ergebnisse liefern. Termine wurden stets eingehalten, auf BUSSE ist Verlass. Jederzeit wieder!“

Industrial DesignProduct Engineering

Keller

„Von der Zusammenarbeit mit BUSSE waren wir dahingehend positiv überrascht, dass nicht allein das Erscheinungsbild unseres Produktes im Vordergrund stand, sondern vielmehr das Zusammenspiel aus wirtschaftlichen Fertigungslösungen, optimierter Ergonomie und einem funktionalen Design. Das Ergebnis besticht nun mit einem stimmigen, nie dagewesenen Designkonzept.“

Industrial DesignProduct Engineering

Britax Römer

„Kindersitze sind nicht nur äußerlich komplex, sondern auch technisch anspruchsvoll. Unsere langjährige Partnerschaft mit BUSSE macht die Entwicklung zu einem kreativen Erlebnis. Designsprints und eine vielseitige Auswahlmatrix entlasten Ingenieure, minimieren zeitaufwändige Iterationen. Wir schätzen BUSSE für ihre zeitnahe Umsetzungen trotz begrenzter Ressourcen. Die Zusammenarbeit ist nicht nur effektiv, sondern macht auch richtig Spaß!"

Industrial DesignProduct EngineeringPrototyping

Infinite Running

„Was mich von Anfang an beeindruckt hat war die Aufnahme vieler Innovationsideen, die zu einem Ergebnis führten, was nun eine Marktreife erreicht hat. Trotz patentierter Hürden wurden Konstruktionskonzepte getrichtert und so verfeinert bis ein schlüsselfertiges Konzept für Prototypen und eine annähernde Serienreife stand."

Industrial DesignProduct EngineeringPrototyping

Hammer

„BUSSE ist für uns seit über fünfzehn Jahren der perfekte Partner, um neue und innovative Ideen zu entwickeln. BUSSE bietet ein sehr hohes Maß an Professionalität und ein erstklassiges Markenverständnis. Das Team hat den hohen Anspruch unserer Projekte komplett verinnerlicht und mit außergewöhnlicher Kreativität, sowie voller Hingabe uns dabei geholfen, neue Trends zu setzen. Viele unserer Bestseller tragen BUSSE Handschrift.“

Industrial Design

Darda

„BUSSE hat von Anfang an unsere technischen Wünsche und Einschränkungen aufgegriffen und in ein herausragendes Produkt transformiert. Ihre Handwerkskunst ist beeindruckend, und die Zusammenarbeit macht nicht nur Spaß, sondern ist auch durch ihre Fachkompetenz stets ein inspirierender Prozess. Eine Partnerschaft, die Kreativität und Professionalität vereint."

Das moderne BUSSE DESIGN+ENGINEERING Headquarter mit großen Glasfenstern wird von innen beleuchtet und hebt sich vom dunkler werdenden Himmel während der Dämmerung ab. Das Bild zeigt architektonisches Design und natürliche Beleuchtungseffekte.