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06. Dezember 2018

UX720° - die Weiterentwicklung des Human Centered Design Process

Jeder spricht von User Experience und stellt diese als „DIE" Erfindung der letzten 10 Jahre hin. Dabei sollte die User Experience gar nicht als etwas Besonderes, sondern mehr als selbstverständlich angesehen werden. Fast jeder von uns trägt sie mit sich in seiner (Hosen)-Tasche und bemerkt dabei gar nicht, wie selbstverständlich die intuitive Bedienung unserer Smartphones geworden ist. Es unterstützt uns in vielen Lebenslagen. Wieso kann diese hier bereits vorhandene Selbstverständlich nicht auf jedes Produkt der Welt übertragen werden?
Wir bei BUSSE sehen es als Selbstverständlichkeit JEDES Produkt mit der bestmöglichen UX auszustatten und haben hierfür den bereits bekannten Human Centered Design Process weitergedacht.

Produkte werden vielfältiger – dies verlangt eine entsprechende Anpassung und Gestaltung von Bedienschnittstellen. Immer wichtiger wird die gelungene und als positiv erlebbare Interaktion zwischen Mensch und Maschine, bzw. Mensch und Produkt – die User Experience.
Oft reichen die technischen Unterschiede von hochwertigen Produkte nicht mehr für eine Differenzierung zum Wettbewerb aus oder um den Kunden langfristig zu binden - heutzutage ist das dazugehörige positive Nutzungserlebnis viel wichtiger und oft kaufentscheidend.

Um Produkte nicht nur mit der bestmöglichen Usability sondern auch User Experience auszustatten arbeiten wir nach dem Human Centered Design Prozess gemäß DIN ISO 9241-210. ABER wir betrachten die Entwicklung von Produkten nicht nur aus der in vielen der Normen lediglich thematisierten Software-Sicht – sondern auch aus Hardware-Sicht. Die anthropometrische Ergonomie ist ein fester Bestandteil der Usability und User Experience. Deswegen haben wir den Human Centered Design Process weitergedacht und gehen wortwörtlich 2x um ein Produkt: mit dem Blick eines UI / UX Designers und aus der dreidimensionalen Sicht des Industriedesigners.

Diesen ganzheitlichen Ansatz nennen wir UX720°.

Mit dieser Vorgehensweise können wir alle Schnittstellen eines Produkts nicht nur gestalten, sondern als erlebbare und integrative Interaktion umsetzen - vom hardwareseitigen Taster, den Greif- und Servicebereichen bis zur Touch- und Software-Interaktion.

Was bringt dem Benutzer ein bis ins letzte Detail durchdachtes Bedienkonzept mit zeitgemäßer Gestaltung einer Touch Anwendung, wenn dieses auf einem verspiegelten Display schlecht zugänglich in einer schmutzigen und verstaubten Arbeitsumgebung an einer Industriemaschine hängt und der Arbeiter in seinem Arbeitsprozess zudem noch gezwungen ist die Maschinen und das Interface mit Handschuhen zu bedienen?

Wie funktioniert der Human Centered Design Process?
Der Human Centered Design Prozess stellt den Benutzer in den Mittelpunkt einer Entwicklung. Wir berücksichtigen jedoch ebenfalls hardwareseitige Ergonomie-Richtlinien und das Corporate Design eines Unternehmens. Wir entwickeln im engen Dialog mit kundenseitigen Anwendungsexperten durchdachte User Interfaces, welche kreatives Design, intuitive Nutzerführung (Usability) und zukunftsweisende Trends miteinander vereinen.

Analyse- und Konzeptphase
Unser Motto lautet „Erst sammeln, dann kreieren!". Zunächst müssen wir die Prämissen, Ziele und Rahmenbedingungen kennenlernen. Darum starten wir immer mit einem gemeinsamen Kickoff-Workshop. Neben einer Ist-Soll-Analyse verschaffen wir uns gemeinsam mit dem Kunden einen Überblick über das bestehende UI und die typischen Anwendungsfälle, um erste Verbesserungen aufzudecken.

Am Anfang steht die Prüfung/ Testing eines jeden bestehenden Systems. Die Interaktionsabläufe, dreidimensionalen Interaktionskomponenten, deren Ausführung und Anordnungen sowie die Gestaltung der Hard- und Software werden validiert, Nutzerfeedback wird gesammelt um kritische Nutzungssituationen zu benennen und Optimierungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Nutzungskontext, Persona und Use Cases
Anschließend wird der Nutzungskontext analysiert um die Nutzergruppen zu
definieren. Vom Profi-User bis zum Anfänger, der angeleitet werden muss.
Diese Persona werden fiktiv in Umgebungssituationen gesetzt und definiert. Zum Beispiel welches Nutzungsszenario als „Standard" benannt werden kann und dann beobachten zu können was passiert, wenn etwas schiefläuft und der Anwender unter Stress steht. Die Problembehandlung in Extremsituationen muss ebenso einfach verständlich sein wie das tägliche Starten des ersten Arbeitsprozesses. Der Human Centered Design Process gibt hier überprüfbare Sicherheiten.

Seitenarchitektur und Interaktionskonzept
Sind die Mensch-Maschine-Schnittstellen, Interaktions- und Eingabemethoden und die zu bedienenden Inhalte grundsätzlich definiert, kann die Seitenarchitektur anhand eines Flowcharts visualisiert werden. Hier werden die Verbindungen der Seiteninhalte verdeutlicht und die Interaktionsschritte anhand von Use Cases beschrieben. Unser breites Wissen über die Wahrnehmung des Menschen und die spezifische Fachkompetenz des Kunden ergeben insgesamt einen perfekten Wissensinput.

Erst diese intuitive Bedienbarkeit macht ein Design zu einer attraktiven Oberfläche. So können eine klare Struktur und ein hoher Wiedererkennungswert zu optimierter Ergonomie und großem Mehrwert führen.

 

 

Prototyping und Validierung
Für eine hohe Usability und Akzeptanz der Lösung hat sich das zeitnahe Erstellen eines ersten Prototyps anhand von MockUps bewährt. Dieser kann statisch in Papierform, aber auch bereits als Klickdummy programmiert sein.

Hier schließt sich nun der Human Centered Design Process. Durch die regelmäßige Einbeziehung von zukünftigen Benutzern oder Anwendungsexperten von Kundenseite gehen wir zur Prüfung des Systems über. Wir erzielen gemeinsam mit der Zielgruppe die größtmögliche Sicherheit für Konzeption und Design. Die direkte Kommunikation mit Anwendern verhindert den Verlust wichtiger Informationen und fühlt dem neuen System auf den Zahn. Optimierungen können ab dann mit geringem Zeitaufwand eingebaut werden.
So kann schnell und sicher ein „GO" gegeben werden und das Konzept wird fokussiert an den Designentwurf gehen. Denn Erst mit diesem Fundament der Usability kann der eigentliche grafische Gestaltungsprozess erfolgen. Fälschlicherweise wird viel zu oft vorzeitig mit der Gestaltung begonnen und – noch schlimmer – oft der gesamte UI/UX Prozess lediglich auf die hübsche Gestaltung von Screens und Icons reduziert. Dies lässt zwar zunächst das System zwar schöner erscheinen, aber macht es keinesfalls besser bedienbar, wenn nicht im Vorfeld das Interaktionskonzept betrachtet wurde.

GUI-Design
Wir kreieren im Zuge des Gestaltungsprozesses unterschiedliche Designentwürfen, stets im Kontext zur Anwendung und Zielgruppe. Ist die Richtung definiert entsteht das detailliert ausgearbeitete neue Grafische User Interface (GUI). Im Projektverlauf wird dann das Design auf weitere Screens übertragen. Ebenso werden Icons weiter ausgearbeitet.

Ein GUI lebt durch die konkret erfassbare Information und intuitive Bedienbarkeit. Klare Funktionsdarstellung in Form von unmissverständlichen Icons reduzieren die Fehlerquote. Icons können ohne den Einsatz von Text auch von Usern unterschiedlicher Herkunft verstanden werden.

Animationskonzept
Ist die grafische Oberfläche einmal vorhanden, so kann durch ein modernes Look and Feel der Interaktionen der letzte Feinschliff auf das Interface übertragen werden. Wie reagiert eine Fläche, wenn ich sie berühre? Welcher Effekt begleitet das Wechseln zwischen den Seiten im Menü? Durch die Kombination aus Industrie- und UI / UX Designern unter einem Dach ist es uns möglich reale Produktanimationen zu erstellen, die gewisse Interaktionen noch besser verdeutlichen und den User anleiten. Dadurch verleihen wir unseren Interfaces eine persönliche User Experience.

Styleguide
Alle Definitionen von Schriftgrößen über Farben bis hin zu den konkreten Objektplatzierungen werden in einem Styleguide festgehalten. Er dient zur professionellen Grundlage der Programmierung sowie für eventuelle spätere Erweiterungen des Systems.

Ist das Design finalisiert geht es an die Realisierung des Projekts und die letztendliche Markteinführung. Unsere Partner oder kundenseitige Systementwickler setzen das Design Schritt für Schritt auf die entsprechende Software-Plattform um. Maximale Transparenz beim Testen und direktes Feedback, garantieren schließlich eine reibungslose Markteinführung und ein begeisterndes Ergebnis.

Was ist der Mehrwert von Usability & UX – bzw. einer Human-Zentrierten Produktentwicklung?

Durch eine Human-Zentrierte Produktentwicklung nach dem Human Centered Design Process können neben der Aufwertung der erlebbaren Produktqualität und das Erreichen einer Differenzierung zum Wettbewerb die Kosten während der Entwicklung für Design und Development gesenkt werden, da das Produkt um den Benutzer herum entwickelt wird und immer mit einbezogen wird. Es entsteht von Anfang an ein auf die Bedürfnisse der User abgestimmtes Produkt.

Durch die immer wiederkehrende Validierung der einzelnen Entwicklungsschleifen, werden Arbeitsergebnisse direkt getestet und bei Bedarf korrigiert. Eine aufwändiges Screendesign, Icon- und Animationskonzept entsteht erst nach einem erfolgreichen Usertest. Und auch die Programmierung eines Systems startet erst zu diesem Zeitpunkt, damit aufwändige Änderungen im Konzept keine Auswirkung auf die Entwicklungsdauer haben. Nach der Markteinführung werden Supportteams und Service durch selbsterklärende Produkte entlastet.

Benutzer können produktiver arbeiten, es entstehen weniger Fehler und sie sind deutlich zufriedener. Schulungszeiten können reduziert werden. Ein intuitives Produkt fördert die Zufriedenheit von Mitarbeitern, was sich positiv auf die Personalfluktuation auswirken kann.


Das positive Erleben, die gute „User Experience" steht für uns immer im Fokus unserer gemeinsamen Entwicklungsphase.

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Evamaria Plehn, Teamlead UI / UX Design
Tel.: +49 (0) 73 08 / 811 499 77
plehn@busse-design.com

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